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Mount Zion Award 2005: Mit Geduld und Mut für Frieden und Freundschaft
In Jerusalem wurde Rabbiner Dr. David Rosen mit dem Mount Zion Award 2005 geehrt
Für den orthodoxen Rabbiner Dr. David Rosen ist es ein Geschenk,
gefestigt in der eigenen jüdischen Identität zu stehen und so
in das Gespräch mit den Christen über Glaube und Theologie eintreten
zu können, ein Geschenk, das die vergangenen 2000 Jahre hindurch
die Vorfahren der heutigen Generation wohl nur in Staunen versetzt hätte,
ein Geschenk, das zu würdigen sei. -
Am 3. November wurde der in Israel und in der ganzen Welt profilierte
und anerkannte Rabbiner in der Dormitio-Basilika auf dem Jerusalemer Zionsberg
mit dem Mount Zion Award 2005 ausgezeichnet, einem Friedenspreis, der
Frauen und Männer ehrt, die sich im jüdisch-christlichen Dialog
oder darüber hinaus im Miteinander von Christen, Juden und Muslimen
im Heiligen Land einsetzen.
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Ihren Dank und ihre Anerkennung für Rabbiner Rosens
Wirken bezeugten nicht nur Kurienkardinal Walter Kasper, der auch die
Laudatio hielt, sondern auch die vielen Vertreter des jüdischen und
christlichen Lebens der Heiligen Stadt, die zur Preisverleihung gekommen
waren, unter ihnen Nuntius Erzbischof Pietro Sambi, Weihbischof Giacinto-Boulos
Marcuzzo, Shmuel Toledano (Mount Zion Award 1999), Prof. Zwi Werblowsky
und der Propst der deutschen evangelischen Gemeinde in Jerusalem, Martin
Reyer.
Am selben Tag war Rabbiner Rosen bereits durch Papst Benedikt XVI. mit
dem vatikanischen Gregorius-Ordens geehrt worden, ebenfalls in Würdigung
seiner Verdienste um Versöhnung und Verständigung zwischen Juden
und Christen.
Kardinal Kasper würdigte in seiner Laudatio David Rosen als einen
Mann, der mit Mut und Ausdauer am Wandel der Beziehungen zwischen Christen
und Juden in den vergangenen Jahrzehnten mitgearbeitet hat, was schon
die bloße Aufzählung einige der wichtigsten, internationalen
Lebensstationen Rabbi Rosens zeigte: Geboren in Großbritannien,
zum Rabbiner ausgebildet und ordiniert in Israel, wirkte er in Südafrika
und Irland - jeweils schon verbunden mit Aktivitäten im jüdisch-christlichen
Gespräch - und kehrte schließlich wieder nach Israel zurück.
Hier hat er den Interreligious Co-ordinating Council in Israel (ICCI)
mitbegründet, eine Dachorganisation für mehr als siebzig Gruppierungen
des interreligiösen Gesprächs; darüber hinaus ist er Mitglied
der bilateralen Kommission des Staates Israel und des Vatikans sowie der
Kommission des Oberrabbinats, die für den Dialog mit der vatikanischen
Kommission für die Religiösen Beziehungen mit dem Judentum.
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Auch auf internationaler Ebene war und ist Rabbiner Rosen in vielen Organisationen
aktiv, darunter als Präsident der World Conference on Religion and
Peace (WCRP) und als Ehrenpräsident des International Council of
Christians and Jews (ICCJ).
Das Hauptanliegen David Rosens sei die Förderung einer Kultur des
friedlichen Zusammenlebens, was nicht einfach nur einem humanistischem
Anliegen entspreche, sondern vielmehr einer Gemeinsamkeit der jüdischen
und der christlichen Tradition: "Beide beten wir Gott, den Mitleidenden
und Barmherzigen, an, den Vater aller Menschen", so Kardinal Kasper. "
Die Kultur einer Koexistenz sollte in diesem Land verwirklicht werden,
das wir alle das Heilige Land nennen, und die Kultur eines Zusammenlebens
in Freundschaft und Frieden sollte ihren ersten Ort in Jerusalem haben,
der Stadt des Friedens."
Dass der aus der israelischen Stadt Rehovot stammende Shahar Choir, ein
Kammerchor junger Erwachsener, die Feier mit Psalmenvertonungen jüdischer
und christlicher Musiker begleitete, war mehr als ein bloß musikalischer
Rahmen.
Rede von Abt Benedikt Lindemann
OSB zur Verleihung des Mt. Zion Awards 2005
In englischer Sprache
Laudatio für Rabbi David Rosen
von Walter Kardinal Kasper (in englischer Sprache)
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