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24. Rundbrief - 14. September 2003
Nachrichten aus Tabgha: Was sich bewegt und was noch kommt und was bei allem gleich bleibt und wächst
Herr Jesus Christus,
im Schweigen dieses anbrechenden Morgens komme ich zu Dir und bitte Dich um Deinen Frieden, Deine Weisheit und Deine Kraft.
Gib, dass ich heute die Welt betrachte mit Augen, die voller Liebe sind.
Nur jene Gedanken, die Segen verbreiten, sollen in meinem Geiste haften bleiben...
(Mirjam von Abellin)
Liebe Freundinnen und Freunde unserer Gemeinschaft
herzlich grüße ich Sie aus Tabgha am See Genesareth am 26.August 2003, dem 125. Todestag einer christlichen Palästinenserin aus Galiläa: Mirjam von Abellin, von der das oben zitierte Gebet überliefert ist. Nach kurzen Lebensstationen in Frankreich und Indien kehrte sie zurück in ihre Heimat, wo sie nach einem kurzen und sehr bewegten Leben in Bethlehem und Nazareth einen Karmel gründete. Von ihrem Leben geht eine unbeirrbare innere Stärke aus, die sich an Gott gebunden weiß. Konnte sie selbst alles andere als ein friedliches Leben leben, so war ihr Leben doch geprägt von einem inneren Frieden.
Warum erzähle ich Ihnen von ihr zu Beginn meines Grußes? - Mirjam steht meines Erachtens für viele Einheimische im Land, Frauen und Männer, die auch heute den Weg des Friedens im Umfeld des Unfriedens und der Gewalt gehen. Unser Ortsbischof Giacinto-Boulos Marcuzzo aus Nazareth hat uns empfohlen, unser neues Gästehaus Beit Noah und damit unsere Begegnungsstätte für Behinderte und Nichtbehinderte, Juden, Christen und Muslime, unter den Schutz unseres Ordensvaters Benedikt und der seligen Mirjam von Abellin zu stellen, einer Frau dieses Landes, in unserer Nachbarschaft geboren. Die Schwestern des Karmel aus Bethlehem haben uns bereits Reliquien der seligen Mirjam zur anstehenden Einweihung geschenkt, die voraussichtlich im Februar 2004 sein wird.
Beit Noah: Zum Stand unserer Baustelle
Die Entwicklung unseres Neubaues hat uns in diesem Jahr sehr beschäftigt; immer wieder fragen Anrufer, wie weit wir mit Beit Noah seien. - Daher ein kurzer Zwischenbericht: Bis hinauf zur Dachkonstruktion ist das Haus in seinem Mauerwerk bereits fertig, so dass zurzeit im Inneren die Leitungen für Elektro- und Sanitäranlagen installiert werden. Im Haus mit seinen 339 m² Grundfläche werden zwei Gruppen à 17 Personen in sechs Fünf-Bettzimmern und zwei Betreuerzimmern Platz finden. Neben behindertengerechten Sanitäranlagen gibt es eine gemeinsame Küche zur Selbstversorgung, sowie einen Speisesaal im Eingangsbereich. Im ersten Teil des Hauses ist die "Zivi-World" untergebracht: Wohnraum für unsere Zivildienstleistenden und Volontäre, sowie ein Büro für den Leiter der Begegnungsstätte.
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| Wir bitten weiterhin um Ihre Unterstützung für Beit Noah!
Dt. Verein vom Hl. Lande, Pax-Bank Köln, BLZ 370 601 93
Kto. Nr. 219 900 19, Stichwort "Beit Noah"
Freundeskreis der Benediktiner, Liga-Bank München
BLZ 750 903 00, Kto. Nr. 40 218 5555, Stichwort "Beit Noah"
Kath. Kirchengemeinde St. Barbara, Sparkasse Moers
BLZ 354 500 00, Kto. Nr. 115 001 906, Stichwort "Israelprojekt" |
An dieser Stelle danke ich jedem und jeder Einzelnen von Ihnen ausdrücklich für Ihre finanzielle Unterstützung. Möge es Gott Ihnen vergelten! - Neben Fördermitteln des Päpstlichen Kindermissionswerks Aachen und des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande sowie einzelnen Großspenden, sind uns vornehmlich Ihre Einzelspenden zugeflossen: bisher über 300.000 Euro.
Danken möchte ich auch denen, die unsere drei Spendenkonten in Deutschland treu, gewissenhaft und gratis verwalten: Herrn Jochen Borgmeier aus Meschede für den Freundeskreis, Frau Stroben für den DVHL in Köln und Herrn Hans-Dieter Pütz aus der Pfarrei St. Barbara in Moers, der Heimatpfarrei von Pfarrer Ludger Bornemann, der beim Entstehungsprozess des neuen Beit Noah von Anfang an dabei war. - Die Unterstützung von so vielen ist für uns ein Zeichen der Ermutigung und Hoffnung. Zu manchen Einzelspendern besteht mittlerweile eine persönliche Beziehung. Wir dürfen erfahren, dass nicht nur durch Geldmittel Steine aufeinander gesetzt werden, sondern der Sinn dieses Hauses von wirklichem Interesse und Gebet begleitet wird. Ihnen allen ein ganz herzliches Dankeschön!
Neben vielen berichtenswerten Spendenaktionen von Einzelnen und in Pfarrgemeinden möchte ich eine besonders erwähnen: Anlässlich seines 70. Geburtstages veranstaltete Herr Helmut Müller-Brühl, der Leiter des Kölner Kammerorchesters, das zugleich sein 80jähriges Bestehen feierte, am 29. Juni 2003 in der Kölner Philharmonie ein Benefizkonzert "Frieden für Israel und Palästina" zugunsten der geplanten Friedensakademie unserer Abtei in Jerusalem und dem Beit Noah in Tabgha. - Viele Bekannte des Freundeskreises und des DVHL, sowie Verwandte und Freunde unserer Gemeinschaft waren in die Philharmonie gekommen, so dass der gemeinsame Abend die Atmosphäre eines Festes im "größeren Familienkreis" der Abtei und Tabgha bekam. Die Aufführung wurde uns zum Gebet: Dona nobis pacem. Helmut Müller-Brühl und allen, die am Gelingen beteiligt waren, danke ich von ganzem Herzen.
Identitätsfindung in bewegten und schwierigen Zeiten
In diesen Tagen sind Gewalt und Gegengewalt im Land wieder neu und heftig entflammt. Wo mag das alles noch hinführen? - Bei nüchterner Betrachtung scheint derzeit kein Ende in Sicht. Aber: Vor diesem Hintergrund wird uns unsere Aufgabe auf dem Zion und in Tabgha nur umso deutlicher: Unser Hier-Sein hat seine einzige Berechtigung darin, dass wir uns je neu darauf besinnen, unser Leben als Gottsucher an Gott zu binden.
Und so kann ich allen sagen, dass es uns gut geht. Im Gegensatz zur lähmenden Situation im Land erleben wir uns in unseren Gemeinschaften eher im Aufbau. In Galiläa kommt hinzu, dass wir hier "weit ab vom Schuss" leben. Zunehmend nutzen inzwischen Israelis aus anderen Teilen des Landes den See Gennesareth als Naherholungsgebiet. - Die entspannte Lage hier lässt uns jedoch nicht gleichgültig werden. Im Gegenteil: Unsere Erfahrungen im weiteren Kontext der Anspannung zeigen: Eine Gemeinschaft von Gottsuchern zieht Gottsucher an. Darin liegt unsere Chance in Tabgha. Wir erleben keinen einzigen Tag ohne Gäste. Ich glaube nicht, dass das selbstverständlich ist! Wir dürfen dankbar dafür sein. Immer, wenn ich durch das Atrium in unser Office, in die Wäscherei oder auf die Baustelle des neuen Beit Noah gehe, begegnen mir neue Gesichter: Gäste auf der Begegnungsstätte oder in unserem Gästehaus, oder Pilger in unserer Brotvermehrungskirche. Oft bedaure ich, dass ich mir zu wenig Zeit nehme zum Gespräch mit ihnen, und bin froh, dass meine Mitbrüder in ihren Arbeitsbereichen die Begegnungen viel stärker erfahren: P. Jonas als Gastpater, P. Matthias als Leiter der Begegnungsstätte, Br. Makarius in unserem Office am Eingang des Atriums zur Kirche, Br. Franziskus in seiner Sorge um unseren großen Garten, der, in seiner ihm eigenen Art als Allgäuer, mit unseren Gästen in Kontakt kommt - zwar ohne ein Wort Englisch, aber mit der Sprache der Hände, und vor allem des Herzens. P. Hieronymus schließlich, unser Patriarch, sitzt am "Stadttor von Tabgha", dem Kiosk am Parkplatz, an dem jeder Besucher vorbei kommt.
In letzter Zeit wird mir die innere Freiheit unserer benediktinischen Spiritualität immer bewusster. Ich glaube, dass wir als Benediktinermönche ohne spezifisch ausgeprägtes Ordenscharisma, frei in der Gottsuche und zum Lobe Gottes (auch frei von innerkirchlichen Strömungen) besonders gut nach Tabgha und auf den Zion passen, wo sich Menschen unterschiedlichster Gesinnung und religiöser Herkunft einfinden: Da ist die Gruppe ultraorthodoxer Juden, die eher zurückhaltend fragt, ob hier der Ort sei, an dem Jesus über das Wasser gegangen ist. Da ist das israelische Liebespaar aus Tel Aviv, das areligiös aufgewachsen ist und nach dem Sinn des Lebens fragt. Da sind die Drusen, Zugehörige einer muslimischen Sekte: ihre verschleierten Frauen, bei denen die weißen Kopftücher galant geschwungen bis zu den Füßen reichen und ihre kahlköpfigen Männer mit dem langen Schnurrbart und den weiten schwarzen Pumphosen; sie besuchen unsere Kirche, weil für sie das Wunder der Brotvermehrung eine Bedeutung hat. Unter den Pilgern der verschiedenen christlichen Kirchen und Gruppierungen, fallen mir insbesondere die Russisch-Orthodoxen auf, die bei ihrem Besuch unsere Brotvermehrungskirche mit wunderbarem Gesang erfüllen und den heiligen Stein unter dem Altar mit tiefen Verneigungen und Küssen verehren. Und da ist der Junge, der zur Zeit des Freitagsgebetes wie selbstverständlich auf unserer Begegnungsstätte seine Gebetsmatte ausrollt und sich von allem Drumherum nicht stören lässt. Ich sehe vor mir auch die jüdischen Behinderten aus Kfar Tikva bei Tel Aviv, die zuerst unsere Freitagsvesper besuchen und dann im Anschluss mit uns Mönchen zusammen den Schabbatbeginn feiern und besingen: Brot und Wein reichen sie an uns weiter.
Liebe Leserinnen und Leser, gerne möchte ich Ihnen als Erfahrung mitteilen: Die Vielfalt der Gottsuche und Gottesverehrung ist eine Schönheit! - Verdreht und tragisch wird es erst, wenn die Vielfalt als Bedrohung erlebt und zum Anlass von Ablehnung und Gewalt wird.
Dabei ist doch der geringste gemeinsame Nenner der verborgenen Gottsuche über alle religiösen Grenzen hinweg der größte Schatz im Leben des Menschen! Hier beginnt wahre Begegnung. Hier beginnt Verständnis und Zuneigung. Hier beginnt der Friede! Und von hier geht der Segen Gottes aus!
Wenn wir als Benediktiner diese innere Freiheit "unter der Führung des Evangeliums" (vgl. den Prolog der Benediktsregel) leben, werden wir auch der Botschaft und der Atmosphäre unseres Ortes Tabgha am ehesten gerecht. Wenn in diesen Zeiten auch nicht die Fünftausend kommen wie zur Brotvermehrung, so doch Tausend ganz unterschiedliche Menschen.
Im Zuge einer schrittweisen Stabilisierung unserer Gemeinschaft - wir sind mittlerweile sechs Brüder - stellt sich für uns die Frage nach der eigenen Identität vor Ort. Was bedeutet es als Benediktiner in Tabgha am See Genesareth zu leben? Stabilitas als eines unserer Gelübde meint nicht nur ein Bleiben in Gemeinschaft und ein Unterwegs bleiben auf dem geistlichen Weg wie Abraham, sondern es gilt auch, die Spiritualität des konkreten Ortes entdecken, an dem die Gemeinschaft lebt.
Um dieser Ausprägung einer Eigenständigkeit mehr Raum zu geben, haben unser Abtprimas Dr. Notker Wolf OSB und sein Rat in San Anselmo (Rom) entschieden, Tabgha zu einem abhängigen Priorat zu erheben. Das verkündete Abtprimas Notker in der Krypta unserer Abtei in Jerusalem, am Ende der Liturgie unseres Hochfestes der Aufnahme Mariens in den Himmel, bevor wir miteinander an der Stätte ihrer Entschlafung das Marienlob sangen. Möge unter dem Geleit der Gottesmutter das Priorat Tabgha immer mehr zu einem Ort des Friedens und des Heiles werden. - Die gemeinsamen Tage mit unserem Abtprimas in Tabgha und in Jerusalem habe ich sehr wohltuend und bestärkend erlebt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Meinen ausdrücklichen Dank möchte ich auch unserem P. Bernhard aussprechen, der uns aus Anlass der Erhebung Tabghas zum Priorat eine Benediktus-Ikone geschrieben hat, die über unseren weiteren monastischen Weg am See Genezareth wachen möge.
Der Besuch von Abt Laurence Soper OSB und P. Anselm Bilgri OSB im April, die uns in Vorbereitung auf die Erhebung zum Priorat zur eigenständigen Verwaltung in Tabgha ermutigten, war nicht nur klärend und hilfreich: Der englische Altabt und der Prior des Klosters Andechs bei München gaben ein britisch-bayrisches Gespann ab, mit dem wir in unserer Gemeinschaft viel Freude erlebten.
Weitere Ereignisse des Jahres im Überblick
Kurz vor der Jahreswende 2002/2003 waren 18 französische Bischöfe zu einem Solidaritätsbesuch im Heiligen Land. Nach der Heiligen Messe in Dalmanutha gab es noch Zeit zum Austausch in unserem Refektorium.
Br. Josef San Torcuato OSB ging Anfang des Jahres in die Abtei zurück, um sich auf seine feierliche Profess vorzubereiten. Im März verließ auch P. Elias Pfiffi OSB Tabgha und ging zunächst für eine mehrmonatige Ausbildung nach Rom, um sich auf seinen Dienst im Noviziat in Jerusalem vorzubereiten. Mit beiden Brüdern verbindet mich eine erste Erfahrung von wachsender benediktinischer Gemeinschaft in Tabgha, für die ich beiden dankbar bin. Ebenfalls im März zog unser P. Jonas Trageser OSB, nunmehr mein Stellvertreter, von Jerusalem nach Tabgha um. Er übernahm in der Nachfolge von P. Elias direkt die Aufgabe als Gastpater. Derzeit ist P. Jonas, nach seinem Urlaub in Deutschland, bei den Mill Hill Missionaren in London, um in einem dreimonatigen Kurs sein Hessisch-Englisch mit etwas Oxford-Englisch zu veredeln… Nach Ostern kamen Br. Franziskus Gröner und Br. Makarius Wenzel zu uns nach Tabgha.
In unserer Kirche fanden nach einigen Jahren wieder Konzerte statt, mit großer Resonanz: Die Kirche war voll besetzt bei der Aufführung des "Messias" von Händel, auch bei Händels "Israel in Egypt". Besonders eindrücklich empfand ich das "Pa`amon-Konzert" (Glocken-Konzert): ein Treffen israelischer Jugendchöre, die sich gegenseitig ihr Programm vorstellten. Für über 150 Jugendliche wurde unsere Kirche an diesem Abend zu einem Ort des Festes und der Freude.
Die Kar- und Ostertage feierten wir gemeinsam mit einer deutschen Pilgergruppe, die zu Gast im Pilgerhaus des DVHL war. Pfarrer Ludger Bornemann hatte die Gäste in Vorbereitung auf die heiligen Tage durch Galiläa geführt, wobei jeweils einer unserer Brüder an den Exkursionen teilnahm. So erlebten wir auf Ostern hin eine wachsende Weg-Gemeinschaft.
Nach Ostern reisten Sr. Andrea, Sr. Johanna und Sr. Mary-Andrew für zwei Monate in ihre philippinische Heimat zur Teilnahme am Generalkapitel ihrer Kongregation. Im Sommer bekam der Schwesternkonvent Verstärkung durch Mitschwestern, die während ihrer Semesterferien aus Rom kommen konnten, und durch Sr. Veronica, die direkt von den Philippinen geko-men ist und für längere Zeit bei uns in Tabgha sein wird. Durch die Präsenz der Schwestern in Tabgha finden sich vermehrt philippinische Gastarbeiter als Gäste bei uns ein. Entwurzelt aus ihrer katholisch geprägten Heimat in einem nichtchristlichen Umfeld in Haifa und Tel Aviv sind sie sehr dankbar für den Kontakt nach Tabgha.
Anfang Mai starteten wir unsere Baumpflanzaktion: Achtzehn neue, über zwei Meter hohe Bäume, darunter elf verschiedene Sorten, sind inzwischen gut angegangen und prägen bereits den südlichen Teil unserer Begegnungsstätte. An dieser Stelle danke ich allen sehr, die sich mit Spenden an der Aktion "Wald der Freunde" beteiligt haben. Ich wünsche Ihnen allen, dass Sie Ihre Bäume auch einmal selber sehen werden und mit ihrem Besuch nicht zu lange warten.
Am 23. Mai, unserem Kirchweihfest, wurde unser Br. Basilius Schiel OSB durch Bischof Dr. Josef Homeyer aus Hildesheim zum Diakon geweiht. Für Tabgha, den Ort der dienenden Liebe des Herrn im Zeichen der Brotvermehrung, war dies in der neuen Kirche auf jeden Fall das erste Mal; sehr wahrscheinlich hatte es eine Diakonen- oder Priesterweihe auch in den alten Vorgänger-Kirchen des 6. und 4. Jahrhunderts nicht gegeben. So war uns dieser Tag ein ganz besonderes Ereignis im Leben von Tabgha.
Im August wechselte unsere "Zivi-Generation": Michael Hoffmann reiste auf dem Schiff- und Landweg nach Hause, Markus Scholze mit dem Flugzeug. Christoph Hohmann ist von hier aus mit seinem Fahrrad aufgebrochen, in der Hoffnung, auf einer mehrmonatigen Abenteuer-Reise durch Afrika Kapstadt zu erreichen. Wir wünschen allen Dreien Gottes reichen Segen auf ihrem weiteren Weg. - Abgelöst wurden sie von: Simon Joecks aus Berlin, Christoph Rueß aus Oberteuringen am Bodensee und Tim Schiller aus Bochum.
Herzlich willkommen heißen wir auch Sr. Benedicta Pöppelmeyer OSB, die in diesen Tagen schon zu uns gezogen ist, und Rosemarie Grote, eine ehemalige Volontärin aus der Abtei, die ihr bald folgt. Beide werden hier in Tabgha am 1. Oktober mit benediktinischem Leben in Anlehnung an unsere Gemeinschaft beginnen.
Sie sehen, es ist ein bewegtes Gehen und Kommen hier in Tabgha, wobei sich auf Zukunft hin eine größere Stabilität in der Kommunität abzeichnet.
Am Beginn meines Grußes berichtete ich Ihnen über unser "Beit Noah". - Trotz unserer Baustelle können wir in diesem Jahr über 2000 Übernachtungen von arabischen und jüdischen Gästen verbuchen, die durch das große Engagement unseres P. Matthias und der Zivildienstleistenden in behelfsmäßigen Unterkünften und Zelten Platz gefunden haben. Die Anfragen von Behindertengruppen und einheimischen Familien gehen weiter. Das neue Beit Noah planen wir ab März zu belegen. Für den abschließenden Bauabschnitt einschließlich behindertengerechter Zuwege müssen wir noch eine letzte finanzielle Hürde überwinden. Von daher darf ich Ihnen unser Projekt "Beit Noah" auch für die Zukunft ans Herz legen und bitte um Ihre weitere Hilfe.
Liebe Freundinnen und Freunde,
ich wünsche Ihnen den Frieden, die Kraft und die Weisheit Gottes, die bereits die selige Mirjam von Abellin in ihrem Gebet angesprochen hat und danke Ihnen für ihre treue Solidarität und ihr beherztes Interesse an unserem Leben hier in Tabgha.
Verbunden im Gebet,
mit einem Segensgruß vom See Gennesareth,
Ihr
P. Jeremias Marseille OSB
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